Die Gemeine Esche kommt in ganz Europa vor. Im Osten reicht ihr Verbreitungsgebiet bis zur Wolga, in den Kaukasus und nach Kleinasien. In den Nordalpen steigt sie bis in Höhenlagen von 1400 Meter, in den Zentralalpen bis auf 1600 Meter.

Das Holz der Esche ist weißlich hell. Im Alter bildet sich manchmal ein hellbrauner Kern (Olivesche). Das harte Holz ist sehr elastisch und zäh, im Außenbereich ist es wenig dauerhaft. Aufgrund der guten Festigkeitseigenschaften wird das Eschenholz in der Wagnerei, für Sportgeräte (Schlitten, Speere, Bogen) und Werkzeugstiele eingesetzt. Es wird als Vollholz und als Furnier im Möbel- und Innenausbau verwendet. Außerdem ist Esche ein klassisches Tonholz und findet beim Bau von Gitarren und Bässen Verwendung. Früher wurde das Eschenlaub frisch oder als Laubheu getrocknet an das Vieh verfüttert.

Früher wurden die getrockneten Eschenblätter als harntreibender Tee bei Gicht und Rheuma angewendet. Die getrockneten Samen wurden bei Wassersucht verwendet. Der Eschenblättersaft galt als Gegenmittel bei Schlangenbissen. Noch heute wird in einigen Regionen Eschengeist, in Alkohol eingelegte Eschensamen, hergestellt und bei rheumatischen Beschwerden äußerlich angewendet. In der modernen Pflanzenheilkunde werden standardisierte, alkoholische Tinkturen verwendet, in der Homöopathie alkoholische und wässrige Lösungen und Pulver aus frischer Rinde.