Schon von alters her ist den Menschen aufgefallen, dass Eichen eine ungewöhnliche Vielfalt von Insekten beherbergen (bis zu 1000 Arten in einer Krone). Die Spezialisierung zahlreicher Insekten auf diese Bäume gilt als ein Zeichen des hohen entwicklungsgeschichtlichen Alters. Die Gattung umfasst etwa 600 Arten, davon 450 in der Untergattung Quercus und 150 in der Untergattung Cyclobalanopsis.

In Deutschland sind die Eichen mit einem Anteil von 9 Prozent des Bestandes im Flach- und Hügelland nach den Buchen die verbreitetste Laubbaum-Gattung. Noch höhere Anteile an den Beständen in einigen Wäldern nahe der Küste sind auf die Bedeutung der Eiche für den Schiffbau im Mittelalter zurückzuführen.

Die in Mitteleuropa heimischen Stiel- und Trauben-Eichen sind typische Vertreter der Weißeichen. Sie sind sogenannte Lichtbaumarten, d. h. sie benötigen im Wachstum mehr Licht als etwa die Rotbuche und bilden selbst offene, lichte Kronen. Das verkernende Holz der Weißeichen ist sehr dauerhaft und wurde viel im Schiffbau verwendet.

Die ursprünglich im östlichen Nordamerika heimische Roteiche wird erst seit ca. 100 Jahren in Mitteleuropa angebaut. Das Holz der Roteichen ist aufgrund von Porengängen nicht wasserdicht, und daher weniger wertvoll als das der Weißeichen. Es wird aufgrund der lebhaften Maserung vielfach für Möbel verwendet.